SPD im Gespräch: Stadtbaumeister Daniel Zöhler bringt neuen Schwung in Stadtentwicklungsfragen

Veröffentlicht am 24.04.2016 in Ortsverein

Siglinde Roman, Daniel Zöhler und Hermann König (Foto: Kirstein)

Nach einer kurzen Einführung unseres Gemeinderatsmitgliedes Hermann König in das Thema, begrüßte er den neuen Stadtbaumeister von Tettnang, Daniel Zöhler, und bedankte sich für die Bereitschaft der Fraktion der SPD direkt zu berichten. Insbesondere freute es König, dass auch fraktionsübergreifendes Interesse vorhanden ist und konnte Mitglieder aus der Fraktion der Grünen ebenfalls begrüßen.

Nach dem Daniel Zöhler kurz seinen Werdegang dargestellt hatte, erläuterte er den Begriff des ISEKs (Integriertes Stadtentwicklungskonzept) am Beispiel der Stadt Lindau, welches er begleitet hatte. Zöhler sah die SPD-Einladung als Auftakt einiger Fraktionsbesuche an und hofft, dass es zu weiteren Dialogen kommen wird. Er betonte, dass es durch Dialoge auch zu Umdenkungsprozessen kommen kann. Hier erwähnte das Gemeinderatsmitglied König, dass dies am Beispiel der Ackermannsiedlung erkennbar geworden ist und er sich freue, dass einer langen Forderung der SPD nähergekommen wird.

Stadtbaumeister Zöhler freut sich bereits auf Ideen und Meinungen zur Stadtentwicklung, welche aus der Bevölkerung in den ISEK-Prozess eingebracht werden. Diese seien „Gold wert“, meinte Zöhler.

Die Kernfrage, die über allen steht lautet: „Wo will Tettnang in 2030 stehen und wie möchte Tettnang 2030 aussehen?
 

Um diese Frage sinnvoll und mit möglichst hohem Realitätswert beantworten zu können, ist ein hohes Maß an Bürgerbeteiligung notwendig. Es muss offen und ehrlich kommuniziert werden, um was es geht und was machbar ist und was warum nicht machbar ist. Zum ISEK gehört es auch Fokusgebiete abzuleiten, welche besonders intensiv städtebaulich betrachtet werden sollen. Um dauerhaft eine städtebauliche und landschaftsplanerische Qualität zu entwickeln, ist dringend eine höhere Personalausstattung im Bereich „Bauen“ notwendig.
Auf Nachfrage bestätigt Zöhler, dass zurzeit ein neues Einzelhandelskonzept erstellt wird, hierzu hat er einen Gutachterwechsel vollzogen. Er sehe das Potential von Tettnang in seiner Innenstadt und seinen qualitativ hochwertigen Landschaften. Es gibt viele Möglichkeiten die Innenstadt weiter zu entwickeln, wenn es gewünscht wird und die notwendigen Konsequenzen gezogen werden. Hierzu gehört in erster Linie die Sanierung und damit einhergehende Beruhigung der Karlstraße, sprich verkehrsberuhigte Karlstraße als Anliegerstraße ohne störenden Durchgangsverkehr. Die Entscheidung hierzu wurde mit der innerstädtischen Umgehungsstraße schon getroffen, nur noch nicht konsequent umgesetzt.

Weiter muss die Frage für Tettnang geklärt werden, ob es tatsächlich ein Parkplatzproblem gibt? Hierzu würden derzeit Erhebungen stattfinden. Dass dieser Punkt bei der anschließenden Diskussion auf unterschiedlichste Sichtweisen getroffen ist, lässt nicht überraschen.

Eines wurde bei dem sehr interessanten und zukunftsorientierten Vortrag von Herrn Zöhler deutlich: Sparen in der Stadtplanung wäre der größte Fehler den man machen kann, weil schlechte oder nicht stattfindende Stadtplanung hat meist enorme negative Folgekosten.
Wir als SPD möchten, dass sich unsere Stadt Tettnang nachhaltig und sinnvoll weiterentwickelt. Hierbei sollte nicht nur kurzfristig, sondern auch in die nächsten Generation(en) hingedacht werden.

 

Text und Foto: Hans-Jürgen Kirstein

 

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