Der SPD-Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der baden-württembergischen SPD-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Christian Lange, bekräftigt seine Kritik an Oettinger:
Der SPD-Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der baden-württembergischen SPD-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Christian Lange, bekräftigt seine Kritik an Oettinger:
„Die Entschuldigung reicht hinten und vorne nicht aus. Oettinger muss endlich klare Worte finden. Er muss sich endlich deutlich von seiner Behauptung distanzieren, Filbinger sei kein Nationalsozialist gewesen, sondern gar ein Gegner des Nationalsozialismus. Das ist starker und völlig unakzeptabler Tobak! Oettinger ist damit nicht mehr tragbar“.
Christian Lange, der gerade an einer Delegiertenreise in Israel teilnimmt, weist auch auf den außenpolitischen Schaden hin: „Als Ministerpräsident steht Oettinger nicht nur in politischer Verantwortung, sondern auch im internationalen Rampenlicht, gerade während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft und des deutschen G8-Vorsitzes. Baden-Württemberg ist wirtschaftlich das führende Bundesland in Deutschland und weltweit für die wirtschaftliche Leistung, Qualität und Leistungsbereitschaft bekannt. Oettinger ist gerade dabei, unseren international guten Ruf zu schädigen“, so Lange.
„Besonders hier in Israel schäme ich mich geradezu, wenn ich solche Geschichtsklitterung höre. Deutschland hat weltweit einen guten Ruf als tolerantes, liberales und weltoffenes Land, das von seiner Geschichte gelernt hat. Wir dürfen dieses Vertrauen, das wir weltweit genießen, nicht aufs Spiel setzen“, so Lange.
Der SPD-Landesgruppenvorsitzende ärgert sich aber auch besonders über seinen CDU-Kollegen Georg Brunnhuber, Chef der baden-württembergischen CDU-Bundestagsabgeordneten: „Die Angriffe von Brunnhuber gegen den Zentralrat der Juden sind völlig inakzeptabel. Ausgerechnet dem Zentralrat vorzuwerfen, mit seiner Kritik in die Hände der Rechten zu spielen, ist nicht nur zynisch, sondern auch unverschämt. Brunnhuber sollte sich schnellstens beim Zentralrat öffentlich entschuldigen. Die CDU Baden-Württemberg muss endlich aufhören, im deutsch-nationalem Umfeld zu fischen. Sie sollte sich vielmehr an Angela Merkel orientieren, die hier eine deutliche Position vertritt“, so Lange.
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