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Isabel Cademartori kritisiert die Berichte über eine potenzielle Werksschließung des Audi-Werks in Neckarsulm

Veröffentlicht am 02.09.2026 in Allgemein

Laut Presseberichten plant der Volkswagen-Konzernvorstand, die Produktion am Audi-Standort Neckarsulm bis zum Jahr 2034 einzustellen. Einem internen Strategiepapier des VW-Vorstands zufolge steht der Standort neben den Werken in Emden, Zwickau und Hannover auf der Streichliste des Konzerns.
 

„Audi in Neckarsulm ist Gründungsstandort und hat eine langjährige Tradition für die gesamte Region Heilbronn. Die rund 15.000 Beschäftigten vor Ort sind tief mit ihrem Standort und dem Unternehmen verbunden. Eine solche Schließung ist aus unserer Sicht völlig inakzeptabel. Der Aufsichtsrat muss diese schädlichen Spekulationen stoppen“, so Cademartori. „Auch die Art und Weise, wie die Belegschaft und die Öffentlichkeit mit immer neuen Hiobsbotschaften über die Presse konfrontiert werden, ist schlicht unwürdig.“
Sollten die Schließungspläne tatsächlich so kommen, wären damit massive Einschnitte für die gesamte Region Heilbronn verbunden, die als Gründungsstandort der Marke seit Jahrzehnten eng mit Audi verwachsen ist.


„Die Beschäftigten in diesem Land dürfen nicht zu den Leidtragenden eines Managements werden, das über Jahre die Transformation der Autoindustrie verpasst hat und als bislang einzige Zukunftsvision für Deutschland ein Beharren auf dem Verbrenner, begleitet von permanentem Stellenabbau, vorsieht“, so Cademartori weiter. Es handle sich um ein generelles Versagen des Managements, eine tragfähige Zukunftsvision für den eigenen Traditionsstandort Deutschland zu entwickeln.


„In den vergangenen Monaten hat die Bundesregierung aufgrund massiven Drucks der Automobilbranche bei Marktregulierungen, Klimaschutz und den Flottengrenzwerten deutliche Zugeständnisse gemacht. Wenn die Folgen dieser Politik weitere Standortschließungen für rund 50.000 Beschäftigte und Produktionsverlagerungen sind, liegt das Problem der Automobilbranche vielleicht nicht an den politischen Rahmenbedingungen, sondern schlichtweg an der vollständigen Ideenlosigkeit des Managements. Ich erwarte einen echten Investitions- und Zukunftsfahrplan für die Automobilindustrie von Managern, die für sich in Anspruch nehmen, die führenden Köpfe von Deutschlands Leitindustrie zu sein“, so Cademartori.


Stuttgart, 2. September 2026

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