SPD Tettnang

Politischer Aschermittwoch der SPD Baden-Württemberg in Ludwigsburg
Der Landesvorsitzende der SPD Baden-Württemberg Andreas Stoch, der Europaabgeordnete der SPD Baden-Württemberg René Repasi und der Generalsekretär der SPD Kevin Kühnert laufen beim Politischen Aschermittwoch der SPD Baden-Württemberg 2024 in die Halle.

Die SPD Baden-Württemberg hat zum politischen Aschermittwoch nach Ludwigsburg geladen. Bei zünftiger Musik und deftigem Essen folgten rund 500 begeisterte Gäste den angriffslustigen Aschermittwochsreden von SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert und SPD-Landeschef Andreas Stoch.

Stoch ging in seiner Rede hart mit der Landesregierung ins Gericht: „Grün-Schwarz hat dieses Land auf Verschleiß gefahren. Bei Kitas und Ganztag sind wir fast schon ein deutsches Entwicklungsland. Selbst in der Wirtschaft können wir nicht ewig vom alten Ruhm abbeißen. Der Automobilmarkt ist in gewaltigem Umbruch, die Transformation eine Riesenaufgabe. Andere Länder sorgen für eine aktive Industrie- und Strukturpolitik. Grün-Schwarz kommt nicht aus der Zuschauerrolle, auch nicht beim Fachkräftemangel.“

SPD Baden-Württemberg startet ins Wahljahr 2024

Andreas Stoch: „Nie war es wichtiger, laut für unsere demokratischen Werte einzustehen.“

Bei ihrem Jahresauftakt in Bad Boll stimmte sich die SPD Baden-Württemberg gemeinsam mit der Parteivorsitzenden Saskia Esken auf das Superwahljahr 2024 ein. „2024 wird ein Jahr der wichtigen Weichenstellungen. Rechte und rechtspopulistische Parteien bringen sich für die Europa- und die Kommunalwahl bereits in Stellung und versuchen, Stimmung zu machen. Wer, wenn nicht die Sozialdemokratie, sollte sich dem entschieden entgegenstellen?“, so der SPD-Landesvorsitzende Andreas Stoch. „Nie zuvor war es so wichtig, dass wir als Demokratinnen und Demokraten laut und klar für unsere Werte eintreten. Als SPD wollen wir an der Spitze einer solchen Bewegung stehen.“  

Vom Neumitglied zur Vorsitzenden: Der „kometenhafte Aufstieg“ einer Roten

14 Jahre stand Siglinde Roman an der Spitze des Tettnanger SPD–Ortsvereins. Über eine Lokalpolitikerin, die die Verantwortung nie gescheut hat.

Veröffentlicht:12.06.2023 von: Olaf E. Jahnke

14 Jahre hat Siglinde Roman dem Tettnanger SPD–Ortsverein vorgestanden, im Mai hat sie ihr Amt an Jan Bank weitergegeben. Was hat sie erreicht, welche Aufgaben blieben unerledigt? Über eine Lokalpolitikerin, die die Verantwortung nie gescheut hat. Zum Amt habe sie sich damals „überreden“ lassen, denn nach schwierigen Zeiten sei der Ortsverein nicht im besten Zustand gewesen. „Dass das 14 Jahre ging, hätte ich wirklich nicht gedacht“, erklärt die engagierte Sozialdemokratin, Jahrgang 1951.„Wir waren schon von der Familie her Sozialdemokraten,“ sagt die aus Wangen stammende SPD–Frau. Als sie das Amt antrat, sei ihr Parteibuch allerdings noch ganz neu gewesen. „Ein kometenhaften Aufstieg vom Neumitglied zur Vorsitzenden“, scherzt Roman.

Vor der Arbeit geht es zum Tennis–Training

1972 ist sie von Wangen nach Tettnang gezogen. Der Beruf als Sportartikel–Einzelhandelskauffrau habe sie geprägt. Sie habe beruflich Verantwortung übernommen, aber sich auch für die Themen begeistert. Bergsport, Reitsport und Bogenschießen waren neben Wandern und Klettern ihr Gebiet. Dann kam die Tennisbegeisterung. Schließlich wollte sie nicht ahnungslos Sportkunden beraten. So sei ein zweistündiges Tennis–Training vor der Arbeit nicht ungewöhnlich gewesen. Nur zum Reiten ließ sie sich nicht überreden. Tennis, Skifahren und Bergsport blieben, solange es die Gesundheit erlaubte, ihre Leidenschaft. Auch im Sportverein TSV war sie lange ehrenamtlich tätig. Nordic Walking, Fitness und Fahrradfahren macht sie bis heute. Mit viel Engagement und Herzblut ist sie inzwischen im KiTT–Verein für Kino und Kleinkunst dabei. Schon zuvor sei sie 25 Jahre lang treue Kinogängerin gewesen.

SPD sollte sichtbarer werden — in Tettnang und im Bodenseekreis

Auch im Ortsverein waren ihr Traditionen wichtig. „Die Parteijubiläen waren immer eine Herausforderung für mich“, erläutert Roman. Ebenso wichtig ist ihr, dass die SPD sichtbar im Gemeinderat agiert und sowohl in Tettnang wie auch im Bodenseekreis sichtbarer geworden ist. Anfangs sei das nicht leicht gewesen, hier habe der sportliche Ehrgeiz geholfen. „Als rote Ortsvorsitzende war ich gern unterwegs“ sagt Roman, die ohne Scheu für ihre Positionen eingetreten ist. Höhepunkte waren bei Tagungen, Parteitagen und Besuchen das Kennenlernen begeistert auf, bis zur persönlichen Begegnung mit Bundeskanzler Olaf Scholz. Als sie von ihrer Archivarbeit für den Ortsverein berichtet, leuchten ihre Augen: „Da habe ich mich richtig reingekniet, und unser Orts–SPD–Archiv komplettiert.“ Das ist eine der Aufgaben, die Roman weiterführt.

Als stellvertretende Kreisvorsitzende hat sie einiges bewegt ebenso wie bei der Initiative SPD 60 Plus. Was bleibt, ist die Tätigkeit als Beisitzerin im Ortsverein. Insgesamt, so hofft sie, ist mit neuen jüngeren Kräften wieder eine stärkere SPD in Aussicht. Stolz ist sie darauf, dass ihr Wirken in die Zeit gestiegener Internet–Aktivitäten fiel. Die Grundlage für eine Social–Media–Präsenz habe sie sich — dank ihrer Tochter — auch erarbeitet, bis hin zur Web–Konferenz.

Ein Ziel sei nicht ganz umgesetzt geworden, stellt Roman fest: „Ein gewisses Vorurteil gegen die Sozialdemokratie ist hier in Oberschwaben immer noch nicht ganz ausgeräumt. “Für die Offenheit im Umgang mit Menschen haben sie zahlreiche Auslandsaufenthalte in nichteuropäischen Ländern inspiriert. „Da sind mir die Werte Gerechtigkeit, soziale Verantwortung und politisches Denken wichtig geworden“, erinnert sich Roman.

Es ist wichtig, sich zu engagieren“

Inzwischen ist sie mit familiären Pflegeaufgaben teilweise beschäftigt. Dazu hat sich noch einen „Hobbyjob“ in Teilzeit in einem Papierladen. Schließlich kann sie sich ganz ohne Tätigkeit den Alltag nur schwer vorstellen.„Es ist wichtig, sich zu engagieren“, weiß Roman und ergänzt: „Bei den politischen Fragen darf es ruhig bunt sein.“ Extremen Positionen, wie sie etwa die AfD vertrete, müsse man sich entgegenstellen. Siglinde Roman ruft zur Stärkung der Demokratie auf: „Wählen gehen ist überaus wichtig. Ob Europa– , Bundestags–, Landtags– oder Kommunalwahlen.“ Ihrem Nachfolger Jan Bank wünscht Roman: „Geduld, Zeit, Rückhalt und gute Nerven.“

Fortschritt braucht Gerechtigkeit - seit 160 Jahren Ideen für morgen

Am 23. Mai feiern wir das 160-jährige Bestehen der Sozialdemokratischen Partei. Wir blicken stolz zurück auf 160 Jahre, in denen sich unsere Partei den großen Herausforderungen der Zeit gestellt und sie bewältigt hat. Und wir blicken mit Tatendrang auf die Herausforderungen, die sich heute und in Zukunft vor unserer Gesellschaft aufbauen. Unsere Geschichte zeigt uns eindringlich unsere politische Rolle in der Gegenwart auf.

SPD-Landesvorstand fordert Transformationsfonds, um Unternehmen im Wandel zu stärken

DEN STRUKTURWANDEL IN BADEN-WÜRTTEMBERG GESTALTEN

Beschluss des Landesvorstands der SPD Baden-Württemberg im Rahmen der Landesvorstandsklausur in Titisee-Neustadt mit Anke Rehlinger

Andreas Stoch: „Unser Land steht vor der großen Herausforderung, wie wir unsere industriellen Strukturen und unsere wirtschaftliche Stärke bewahren können. Der Umbau zu einer klimaneutralen Wirtschaft und die Sicherung dieser Arbeitsplätze kann nur durch schnelles Handeln und eine aktive Industrie- und Strukturpolitik gelingen. Dafür braucht es einen Staat, der willens und in der Lage ist, die Unternehmen und Beschäftigten bei diesem Wandel zu unterstützen und zu begleiten.“

Unsere Arbeitswelt und Wirtschaft befinden sich in einem tiefgreifenden Wandel, der Baden-Württemberg insbesondere in den für das Land bedeutenden Schlüsselindustrien Maschinen- und Automobilbau vor große Herausforderungen stellt. Angesichts von Technologiewandel, Energie- und Mobilitätswende und neuen Wettbewerbern ist die Transformation der Wirtschaft bereits in vollem Gange. Durch Digitalisierung, Automatisierung sowie den verstärkten Einsatz von Künstlicher Intelligenz verändert sich die Struktur der Arbeit; die existenziell erforderliche Klimaschutzstrategie zur Einhaltung der Pariser Klimaschutzziele erfordert einen konsequenten öko-sozialen Umbau unserer Industrie. Der russische Angriffskrieg in der Ukraine und die Folgen der Corona-Pandemie beschleunigen die ohnehin schon begonnene Veränderung.

Schon 2020 haben wir als SPD Baden-Württemberg in einer Industriestrategie 2030 unsere Ziele für einen starken Industriestandort Baden-Württemberg dargelegt. Damals wie heute nimmt die grün-schwarze Landesregierung keine aktive Rolle bei der Gestaltung des Transformationsprozesses der Industrie ein; es wurde viel Zeit verspielt. Gerade aufgrund der krisenbedingt angespannten Situation ist das Land jetzt gefordert, Unternehmen im Land zu unterstützen, Arbeitsplätze zu sichern und die Resilienz unserer Industrie zu stärken. Dazu braucht es eine ambitionierte Industriepolitik für Baden-Württemberg, die klar definierte Ziele verfolgt

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